Sprechblase: Nicht auf der Strasse - Hier dreh ich auf
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Clever |unterwegs|

Unfälle passieren nicht einfach; sie werden verursacht. Wer auf Risiko setzt, gefährdet nicht nur sich, sondern auch die anderen, die auf der Straße unterwegs sind. Am besten ist, schon vor der Fahrt einen Gang runter zu schalten: Denn Hektik, Zeitdruck und Stress lenken ab und machen aggressiv. 


Gute Sicht

Sehen und gesehen werden – für dich als Verkehrsteilnehmer kann das nicht nur in der dunklen Jahreszeit überlebenswichtig werden. Mach dich sichtbar:

  • Kontrolliere regelmäßig alle Beleuchtungseinrichtungen. Die Funktion von Blinkern und Bremslichtern kannst du vor einer Garagen- oder Hauswand überprüfen.
  • Achte auf Schäden am Scheinwerfergehäuse oder in der Abdichtung zum Glas: Eindringende Nässe durch Regen oder Schnee führt zu Kalkablagerungen im Scheinwerfer, was die Leuchtkraft schwächt. Gefriert die Feuchtigkeit, können einzelne Teile sogar platzen.
  • Wenn die Beleuchtung nicht einwandfrei funktioniert, lass dein Fahrzeug in der Werkstatt prüfen.
  • Bei Nässe oder Matsch solltest du öfter die Scheinwerfer- und Lampengläser am ganzen Auto säubern. Bereits leicht verschmutzte Gläser verringern die Lichtstärke um bis zu 85 Prozent.
  • Fällt eine Leuchte aus, tausche am besten auch die parallele Glühlampe aus, da sich die Lebensdauer der Lampen etwa gleichen. Eine Ersatzlampenbox im Kofferraum kann viel Ärger ersparen. In vielen Urlaubsländern ist sie bereits Pflicht.
  • Passe die Leuchtweitenregulierung an die Beladung deines Autos an: Die Schalterposition „Null“ gilt nur, solange das Fahrzeug nicht beladen ist. Korrekturen sind notwendig, wenn sich das Gewicht des Autos  durch Personen oder Gepäck ändert. Zu hoch eingestellte Scheinwerfer können den Gegenverkehr blenden, tief stehende Scheinwerfer verschenken Licht und Sicht.
  •  Nebelschlussleuchten nur bei Nebel und einer Sichtweise unter 50 Metern einsetzen, nie bei Regen. Ihr Licht ist 40-mal stärker als bei herkömmlichen Schlussleuchten und kann bei guter Sicht gefährlich blenden!

Seit 1956 organisieren die Deutsche Verkehrswacht und der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes jedes Jahr im Oktober die Aktion Licht-Test. Informationen gibt es unter www.licht-test.de
 

 


Bleib entspannt

Versuche immer, defensiv und vorausschauend zu fahren: Was hat der Vordermann vor? Wie sieht die Welt hinter der nächsten Kurve aus? Auch wenn du keine Fehler machst – rechne immer mit Fahrfehlern von anderen! Je frühzeitiger du eine Gefahr erkennst, umso schneller und sicherer kannst du reagieren. Häufigste Fehlverhalten von Pkw-Fahrern auf Landstraßen waren 2013 eine nicht angepasste Geschwindigkeit und Vorfahrts- oder Vorrangfehler. 

 


Konzentrier dich!

Absolut unterschätzt: Ablenkung am Steuer! In etwa einem Drittel aller Unfälle spielt Unaufmerksamkeit eine Rolle, bei jedem zehnten Unfall ist Ablenkung die Hauptursache, so eine Studie des Allianz Zentrums für Technik. 40 Prozent der Autofahrer telefonieren ohne Freisprecheinrichtung, ein Fünftel schreibt SMS beim Fahren. Besonders jüngere Fahrer lassen sich von Handy oder Musik massiv ablenken: Die Gefahr ist für 18- bis 24-jährige Fahrer 16 Prozent höher als für die 25- bis 64-Jährigen. 
Telefoniere also immer nur mit einer Freisprechanlage – damit du beide Hände frei hast zum Lenken. Und warte mit der SMS bis zur nächsten Pause. Auch Rauchen am Steuer ist riskant. Herabfallende Glut oder Rauch im Auge lenkt ab, beschlagene Scheiben trüben die Sicht.

 


Richtig reagieren bei jedem Wetter 

Schlechtes Wetter schränkt nicht nur deine Sicht ein, sondern kann auch dazu führen, dass du die Kontrolle über dein Fahrzeug verlierst. Die Fahrweise ist immer den äußeren Umständen anzupassen: Bei Regen, Nebel, Schnee solltest du die Geschwindigkeit verringern und ausreichenden Sicherheitsabstand zu anderen Fahrzeugen halten. Fehleinschätzungen zur Geschwindigkeit oder zum Bremsweg kommen am häufigsten vor. Darum nie vergessen: Die Reifen verlieren bei Nässe und Schnee den Griff auf der Fahrbahn, Brems- und Anhaltewege verlängern sich und es besteht extreme Schleudergefahr. Darum: Vorsichtig lenken, bremsen und beschleunigen, sonst kann das Fahrzeug besonders in Kurven leicht ausbrechen. Wenn du ins Schleudern kommst: auskuppeln und schnell, aber vorsichtig gegenlenken. Sollte das Fahrzeug gar nicht mehr auf das Lenken reagieren, Vollbremsung!

 


Winterreifen? Sind Pflicht! 

Schneematsch, Glatteis, Schnee-, Eis- oder Reifglätte? Du brauchst unbedingt Winterreifen auf den Rädern. In Deutschland besteht Winterreifenpflicht. Da du nie weißt, wann das Wetter umschlägt, empfehlen Experten, die Winterreifen von Oktober bis Ostern zu montieren. Um bei Schnee und Glätte genügend Griff auf der Fahrbahn zu haben, brauchen die Winterreifen ausreichend Profiltiefe. Das Gesetz schreibt eine Mindesttiefe der Reifenprofile von 1,6 Millimeter vor. Experten raten aus Sicherheitsgründen sogar zu vier Millimetern. Nur so haftet der Reifen sicher auf Schnee. Um deine Reifen zu prüfen, hilft ein einfacher Trick: Stecke eine 2-Euro-Münze ins Profil — wenn der silberne Rand dabei verdeckt ist, ist das Reifenprofil ausreichend. 

 


Achte auf die Anderen! 

Autofahrer tragen eine große Verantwortung – gerade bei der Vermeidung von Motorradunfällen. Besonders auf Landstraßen ist mehr Partnerschaft zwischen Auto- und Motorradfahrern nötig, denn hier ist das Risiko für tödliche Unfälle am größten. Besonders riskant sind Abbiege- und Wendemanöver, Spurwechsel oder Überqueren von Kreuzungen. Sei hier besonders aufmerksam. Motorradfahrer sind oft schwer oder erst spät zu erkennen oder werden durch andere Fahrzeuge verdeckt. Daher rechne immer mit ihnen und fahre konzentriert. 

 


Überholen? Mit Weitsicht! 

Auf Landstraßen ist das Überholen besonders gefährlich. Du solltest genau abwägen: Zeitlich gesehen bringen dir Überholmanöver höchstens zehn Prozent Zeitersparnis. Dagegen steht das hohe Unfallrisiko: Die Überholstrecken sind oft schlecht einzusehen, Kurven oder breite Fahrzeuge können deine Sicht einschränken und du musst immer mit Gegenverkehr rechnen! Unterschätze nie, wie viel Platz du brauchst, um zu überholen: Um ein mit 80 km/h fahrendes Auto mit 100 km/h zu überholen, sind mehr als 500 Meter freie Strecke nötig. Im Zweifel – einfach nicht überholen.


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