Sprechblase: Nicht auf der Strasse - Hier dreh ich auf
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Gut |gerüstet|

Auf dem Motorrad hast du weder eine Knautschzone noch eine schützende Karosserie. Neben einer angepassten Fahrweise ist es für dich deshalb besonders wichtig, gut vorbereitet und optimal ausgerüstet zu sein – auch auf kürzesten Strecken. 

 


Komplett geschützt 

Egal, ob du eine lange Tour planst oder nur schnell was besorgen willst: Fahr immer mit kompletter Schutzbekleidung, auch im Hochsommer! Dein Schutzhelm sollte die ECE-Sicherheitsnorm erfüllen. Ein Integralhelm mit fester Kinnpartie und Vollvisier bietet den besten Schutz. Er nützt jedoch nur, wenn er richtig sitzt - deshalb vor dem Kauf in Ruhe testen und immer den Kinnriemen schließen. Alle fünf bis sieben Jahre ist ein neuer Helm fällig, Helmschale und Polster altern und sie verlieren an Stabilität und damit Schutzwirkung. Die Leder- oder Textilkombination sollte bequem sitzen und dich an allen sturzgefährdeten Stellen durch Protektoren schützen. Motorradhandschuhe gehören bei jedem Wetter zur Schutzkleidung. Alltagsschuhwerk wie Turnschuhe sind instabil und absolut tabu: Denn Motorradstiefel müssen über die Wade reichen und schützen Zehen, Fersen und Knöchel mit einer extra Verstärkung. Es lohnt sich, Zeit und Geld in die richtige Ausstattung zu investieren.

 


Mach dich sichtbar!

Es ist kein Zufall, dass Motorradkleidung meistens in schrillen Farbkombinationen designt ist: Je greller und leuchtender, desto leichter fällt sie auf! Wähle deshalb am besten kontrastreiche leuchtende Farben bei der Wahl des Helmes, der Montur und sogar des Motorrads! Und immer dran denken: Licht an!

 


Sicherheits-Check für deine Maschine

Mindestens zum Saisonauftakt ist ein Sicherheits-Check angebracht. Meistens kündigen sich schwerwiegende Defekte harmlos an und fallen während der Fahrt kaum auf. Prüfe daher regelmäßig den Luftdruck und den Zustand der Reifen sowie die Ventile. Beim Beschleunigen und Bremsen müssen die Reifen erhebliche Kräfte auf die Fahrbahn übertragen, insbesondere beim Kurvenfahren. Daher dürfen sie nicht erst gewechselt werden, wenn das Profil abgefahren ist. Allgemein gilt: Die Lebensdauer eines Motorradreifens beträgt unter optimalen Bedingungen maximal fünf bis sechs Jahre. Achte auch auf die Funktionstüchtigkeit der Bremsen und der Beleuchtungseinrichtungen! Übrigens: Mit einem Antiblockiersystem (ABS), das zunehmend auch für Motorräder angeboten wird, kannst du viele Unfälle vermeiden oder die Schwere des Aufpralls verringern.

 


Vorsicht Alkohol!

Am Wochenende zum Landgasthof auf ein kühles Bier und dann weiter über die Landstraße cruisen? Klingt gut – aber: Besser nicht. Schon geringe Mengen Alkohol beeinträchtigen deine Fahrtüchtigkeit. Die Sicht wird eingeschränkt, deine Wahrnehmung getrübt, du kannst Entfernungen und Geschwindigkeiten nicht mehr richtig einschätzen. Das kann gerade auf dem Motorrad zum Verhängnis werden. Du musst nicht nur für dich, sondern auch für die anderen mitdenken und in brenzligen Situationen besonders geschickt reagieren können. 

 


Fit durch die Winterpause

Was machen Motorradfahrer eigentlich im frostigen Winter, wenn das Bike abgemeldet ist? Keine Ahnung? Wir haben da einen Tipp: Fitness-Training. Nicht ohne Grund gilt Motorradfahren als Sport. Je fitter du in die Frühjahrssaison startest, umso mehr kannst du sie genießen. Das sind deine wichtigsten Baustellen: 

  • Rücken: Wie bei allen „sitzenden Tätigkeiten“ ist der Rücken beim Motorradfahren besonders gefordert. Um die Wirbelsäule weitgehend zu entlasten, ist es wichtig, dass die Rückenmuskulatur möglichst viel Arbeit übernimmt. Stichwort Körperspannung!
  • Bauch: Gemeinsam mit dem Rücken stützt die Bauchmuskulatur die Wirbelsäule. Es muss nicht gleich ein Sixpack sein, aber nutze die Wintermonate für ein regelmäßiges Work-Out. 
  • Hände: Beim Kuppeln und Bremsen werden Hand- und Fingermuskulatur stark beansprucht. Das kann bei den ersten Fahrten nach der Pause schmerzhaft werden. Tipp: Abends vor dem Fernseher einen Gummiball kneten!
  • Kondition: Motorradfahren ist anstrengend, auch wenn man es oft erst hinterher merkt. Ausdauertraining hilft dir dabei, auch längere Touren gut zu meistern.


Ein guter Ausgleich in den Wintermonaten ist die Skipiste – du erlebst rasanten Fahrspaß und kräftigst spielerisch den gesamten Körper. Du willst eine echte Herausforderung? Dann ab in die Kletterhalle: Klettern ist Allround-Krafttraining pur. Aber bitte nur unter professioneller Anleitung, denn auf die Technik kommt es an. Du willst es lieber ruhig angehen? Grundsätzlich ist jede Art von Bewegung gut, um deinen Körper fit zu halten. Für die Stärkung der Rückenmuskulatur eignen sich insbesondere Sportarten wie Schwimmen, Pilates, Walking oder Langlaufen. Los geht’s! Wenn du dein Training durchhältst, machst du auf jeden Fall auch noch eine gute Figur auf deiner Maschine!


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